... Brücke zwischen Überfluss und Bedürftigkeit.
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„Verteilen statt Vernichten”
In den vergangenen Wochen und Monaten beobachten wir verstärkt, dass viele Menschen von der ARGE bzw. Jobcenter und diversen Beratungsstellen an die Bonner Tafel verwiesen werden. Viele Hilfesuchende kommen mit der Erwartung, dass der Empfang von Sozialleistungen automatisch auch die Berechtigung zur Abholung von Lebensmitteln beinhaltet.
Das Maß unserer Aktivitäten ist die gespendete Warenmenge. Momentan sind etwa 600 Haushalte (hauptsächlich alte und kranke Menschen, die nicht berufstätig sein können) bei uns registriert. Hinzu kommen 30 Kinder- und Jugendeinrichtungen in sozialen Brennpunkten der Stadt, die Priorität für die wöchentliche Belieferung von Obst, Rohkost und Milchprodukten haben. Wir erreichen mit unseren Warenspenden jede Woche etwa 3500 bedürftige Bonner Bürgerinnen und Bürger.
In regelmäßigen Abständen werden die Berechtigungskarten
überprüft bzw. bei unregelmäßiger Abholung ungültig
gemacht. Bei langjährigen Abholern wird die Berechtigungskarte
nicht mehr verlängert, so dass neue Hilfesuchende aufgenommen
werden können. Bei Neuanträgen bemühen wir uns, in einem
persönlichen Gespräch die dringendsten Fälle
herauszufiltern. Unsere Kapazitäten sind jedoch begrenzt, so
dass Hilfesuchende, die erwerbstätig sein können, nicht an
unserer Lebensmittelausgabe teilnehmen können.
In Notfällen helfen wir immer kurzfristig und unbürokratisch.
Edith Trittler,
Vorstandsvorsitzende.
August 2011